Archiv für die Kategorie „Kampagnen gegen DIE LINKE“

Oskar Lafontaine kann tun was er will, die Medien werden immer gegen ihn hetzen

Mittwoch, 4. November 2009

Es ist nicht nur bei der linken Wählerinitiative deutlich geworden, dass Oskar Lafontaine (DIE LINKE) tun und lassen kann, was er will, die Medien werden immer wieder einen vorgeschobenen Grund zu undemokratischer und verleumderischer Hetze gegen ihn finden, solange er wahrhaftig sozialdemokratische Ziele verfolgt.

Wie inzwischen auch bekannt ist, wird Oskar Lafontaine nicht mehr für den Fraktionsvorsitz der Linkspartei im Bundestag kandidieren und daher sollte es auch nachvollziehbar sein, dass  er – spätestens seit der Bestätigung von Gregor Gysi zum alleinigen Fraktionsvorsitzenden (94,7 Prozent) -  nicht mehr zwingend bei jeder Sitzung im Parlament anwesend sein muss. So ist es dann auch nachvollziehbar, wenn man nach dem stressigen Wahlkampf mit all den ebenso billigen wie schmierigen Hetzkampagnen der Milliardärspresse dann dem Urlaub erstmal einen größeren Stellenwert einräumt als der konstituierenden Sitzung des Bundestags. Außerdem sitzt DIE LINKE sowieso in der Opposition, so dass selbst CDU-Wähler sich darüber nicht groß aufregen müßten.

Aber für n-tv.de ist selbst dieses Nichtstun von Oskar Lafontaine ein willkommener Anlass für einen weiteren Hetzartikel. Kein Wort davon, wie viele Parlamentarier von Schwarz-Gelb trotz Regierungsverantwortung nicht am Platz sind. Und wenn bei wichtigen Abstimmungen ein Parlametarier der CDU, SPD, FDP oder Grünen fehlt, bekommt der vermutlich nicht gleich einen eigenen Artikel gewidmet. Auch Renate Künast (Grüne) sollte besser den Mund halten und sich lieber mal um ihren grünen Kollegen Hubert Ulrich im Saarland kümmern. Da würde ihr Spruch von der “Unverschämtheit seinem Wählerauftrag gegenüber” wesentlich besser passen.

Spruch des Tages

Donnerstag, 10. September 2009

Finanzhaie, Bild und Spiegel quälen – deshalb jetzt Die Linke wählen!

(Inspiriert von LWI)

Märchen der CDU NRW über die Linkspartei, Teil 1

Freitag, 28. August 2009

Die CDU NRW hat ein Flugblatt herausgebracht, mit dem sie die Linkspartei und vor allem rot-rot / rot-rot-grüne Koalitionen diskreditieren will. Wie schon in Hessen im Fall Andrea Ypsilanti wird von der Union  auch in Nordrhein-Westfalen mit allerlei Lügen, Halbwahrheiten, Verdrehungen, Auslassungen und Falschzitaten gearbeitet. Weil dieses Flugblatt mit dem schwachsinnigen Titel Gründe gegen Rot-Rot – Linkspartei in NRW: Demagogen, Spalter und Extremisten dermaßen widerlich und dümmlich daherkommt, werde ich die einzelnen Punkte im Handumdrehen nacheinander widerlegen. Sie werden sehr leicht sehen können, mit welch schmierigen Methoden, Lug und Betrug die Kampagnen der Unionsparteien gegen DIE LINKE angestossen und genährt werden, um den eigenen Machterhalt zu sichern, DIE LINKE  sowie deren Mitglieder und Ziele zu verleumden.  Die Reihenfolge meiner Widerlegungen erfolgt willkürlich und ist nicht an die Reihenfolge auf dem CDU-Flugblatt gebunden.

Kommen wir zum ersten Teil:

Linkspartei ruft zum Boykott israelischer Waren auf
Der inzwischen zurückgetretene Oberbürgermeisterkandidat der Linken, Hermann Dierkes, hat während einer Parteiveranstaltung zum Boykott israelischer Waren aufgerufen.

Angeblicher Antisemitismus ist eine Karte, die  bei den bürgerlichen Parteien CDU / CSU / FDP besonders gerne gegen Kritiker gezogen wird, um diese mundtot zu machen. Interessanterweise spricht heute aber kaum noch jemand über das ehemalige FDP-Mitglied Jürgen Möllemann und dessen zweifelhaftes Flugblatt und reibt der FDP bei jeder Gelegenheit Antisemitismus unter die Nase. Zufall? Sicher nicht.

Aber kommen wir zu den Fakten dieser falschen Behauptung der CDU NRW. Zunächst einmal halte ich einen Boykott von Unternehmen und Staaten, deren Verhalten man nicht gutheißt, für ein geeignetes friedliches und demokratisches Instrument zum Ausdruck von Protest. Weiterhin verweise ich auf folgenden offenen Brief von jüdischen Friedensaktivistinnen auf scharf-links:

Wir sind FriedensaktivistInnen mit jüdischem Hintergrund. Einige von uns definieren sich typischerweise so, andere von uns nicht. Alle zusammen widersprechen wir allerdings jenen, die vorgeben, für alle Juden zu sprechen oder die den Vorwurf des Antisemitismus dazu benutzen, um legitimen Widerspruch zu verunglimpfen.

Wir haben mit Bestürzung von den Anschuldigungen gegen den Gewerkschafter und Vertreter der Partei DIE LINKE, Hermann Dierkes, aus der deutschen Stadt Duisburg erfahren. Dierkes hatte im Zusammenhang mit dem jüngsten Angriff auf Gaza die Meinung vertreten, dass eine Maßnahme, den Palästinensern zu Gerechtigkeit zu verhelfen darin bestehen könne, dem Aufruf des Weltsozialforums zu folgen und den Boykott israelischer Produkte zu unterstützen. Auf diese Weise solle Druck auf die israelische Regierung ausgeübt werden.

Halten wir also fest:

  • Die Linkspartei ruft nicht zum Boykott israelischer Waren auf.
  • Auch Hermann Dierkes rief nicht zum Boykott israelischer waren auf.
  • Hermann Dierkes vertrat lediglich die Meinung, dass das Folgen des Aufrufs des Weltsozialforums und somit ein Boykott israelischer Produkte eine Maßnahme sein könnte, den Palästinensern zu Gerechtigkeit zu verhelfen.

Bei der Neuen Rheinischen Zeitung erfahren wir, dass die Diffamierungskampagne gegen Hermann Dierkes offenbar von Journalisten der WAZ losgtreten wurde:

Hermann Dierkes, der vor Jahren einer der ersten Förderer der Aktion ”Stolpersteine” des Kölner Bildhauers Gunter Demnig war, die inzwischen in ganz Europa an Nazi-Opfer erinnert, hatte seinen Hinweis auf den Boykottaufruf der sozialen Bewegungen beim Weltsozialforum von Belém am 18. Februar im Rahmen eines persönlichen Diskussionsbeitrags in einer Veranstaltung des Duisburg-Hamborner Ortsverbands der LINKEN zum Thema „Palästinensische Realität heute – Wege zu einem gerechten Frieden in Nahost und nach der Aufführung des Films “Die Eiserne Mauer“ des palästinensischen Filmemachers M. Alatar vorgetragen. Die anschließende Rufmordkampagne gegen ihn und gegen die Partei DIE LINKE hatte – nach einem telefonischen Kurzinterview mit ihm am 23. Februar – der WAZ-Journalist Christian Balke mit einem verfälschenden Artikel in Gang gebracht. Eine Stellungnahme und Richtigstellung Dierkes wurde damals ebenso wenig veröffentlicht wie nun seine aktuelle Gegendarstellung zu dem jüngsten Artikel von WAZ-Chefredakteur Ulrich Reitz. Hermann Dierkes hat sich deshalb inzwischen vorsichtshalber mit einer Beschwerde an den Deutschen Presserat gewandt, dessen Beschwerdeausschuss die WAZ in seiner nächsten Sitzung zwingen könnte, diese doch noch zu veröffentlichen.

Die von der WAZ ausgelöste bundesweite Diffamierungswelle hat Hermann Dierkes, der sich als knapp 60jähriger nach 30 Jahren Arbeit in der Stahlindustrie in Altersteilzeit befindet, in eine schwere psychische Krise gestürzt und ihn dazu veranlasst, seine OB-Kandidatur in Duisburg zurückzuziehen – wie er sagt, „auch deshalb, um meine nächsten Angehörigen und MitarbeiterInnen buchstäblich aus der Schusslinie zu nehmen“.

Nun, dazu muss man wissen, dass Nordrhein-Westfalen lange Zeit das Revier der SPD war, insbesondere im Ruhrgebiet. Auch kann man davonausgehen, dass die SPD dort für viele Zeitungen ein lohnenswerter Anzeigenkunde sein dürfte. Weiterhin sollte man wissen, dass es so manche Verbindungen der WAZ-Gruppe zu der SPD-eigenen Medienholding Deutsche Druck- und Verlagsgesellschaft (DDVG) gibt, z.B. gehört der Zeitungsverlag Westfalen, welcher die Westfälische Rundschau herausgibt, zu 86,9% der WAZ-Gruppe und zu 13,1% dieser SPD-eigenen Medienholding.

Muss man noch mehr wissen, um sich denken zu können, wer diese schmierige Kampagne gegen Hermann Dierkes in Auftrag gegeben haben könnte und welche Interessen dahintersteckten? Kann man sich nicht  denken, wie dankbar man sicher auch in den Zentralen der Union war, dass eine solche Kampagne angestossen worden war, welche man nur noch am Lodern halten mußte, egal wie verfälscht und fern jeglicher jounalistischen Standards die WAZ-Schreiberlinge über Dierkes berichtet hatten? Ist es nicht absolut undemokratisch und schäbig, dass manche Parteien mangels Programm und inhaltlicher Auseinandersetzung offenbar ausschließlich durch solche Rufmord-Kampagnen den eigenen Machterhalt sichern können und dafür auch jederzeit Menschen und Existenzen mit falschen Anschuldigungen zerstören würden?

Jetzt “Schwarzbuch – CDU-Herrschaft in Thüringen” kostenlos bestellen

Montag, 17. August 2009

Die Linksfraktion im Thüringer Landtag hat gerade die Publikation “Schwarzbuch – CDU-Herrschaft in Thüringen” veröffentlicht. Das Buch kann ab sofort hier kostenlos bestellt werden. Auch wenn es sich primär an die Menschen in Thüringen richtet, können auch die Wählerinnen und Wähler anderer Bundsländer daraus sicher sehr schön erfahren, wie die bürgerlichen Parteien agieren, um sich Macht und Pöstchen um jeden Preis zu sichern.

Spruch des Tages

Samstag, 8. August 2009

Wie demokratisch sind unsere Medien, wenn der Springer-Verlag keine Anzeigen der Linkspartei in seinen Zeitungen abdrucken will? Wie unabhängig sind unsere Parteien, wenn außer der Linkspartei alle Parteien größere Zuwendungen aus der Finanzwirtschaft erhalten?

Ein anständiges Sommerinterview mit Oskar Lafontaine (DIE LINKE)

Samstag, 8. August 2009

Das Sommerinterview, welches Peter Frey im Auftrag des ZDF mit Oskar Lafontaine in Saarbrücken hielt, war ja mehr als schäbig und entbehrte meiner Meinung nach jeglichem journalistischen Standard, insbesondere hinsichtlich Neutralität und Fairness. Wer dies nicht glaubt, kann sich das Interview gerne noch einmal online ansehen. Ein wesentlich besseres, neutrales und faires Sommerinterview gibt es nun online.

Davon sollte sich Peter Frey, der als Mitglied des Zentralkomitees deutscher Katholiken (ZdK) und fellow des Centrums für angewandte Politikforschung (CAP), welches zu einem nicht unerheblichen Teil von Bertelsmann (1, 2, 3) finanziert wird, ein paar Scheiben abschneiden. Dieser vergaß ja bei seinen miesen Diffamierungen gegen Lafontaine selbst die simpelsten Höflichkeitsregeln, z.B. dass man seinen Gesprächspartner ausreden läßt. Freys Interviewstil entsprach weitgehend den populistischen und verleumderischen Kampagnen, wie man sie von der Union gegen DIE LINKE  gewohnt ist und ich denke, dies dürfte nicht von ungefähr kommen, sondern mit Freys Mitgliedschaften in obigen Organisationen und / den Kontakten daraus zu tun haben.

Das ZDF sollte deshalb dafür sorgen, dass Peter Frey nicht noch einmal solch billigen Kampagnenjournalismus auf Kosten der Gebührenzahler betreiben kann. Gibt es beim ZDF etwa keine Qualitätskontrolle hinsichtlich der Einhaltung  journalistischer Standards der Beiträge? Oder duldet man dort stillschweigend die offensichtliche Vermischung von Freys Arbeit für das ZDF mit seinen Interessen aus den genannen Mitgliedschaften beim ZdK und CAP? Das war nämlich teilweise noch locker unter BILD-Niveau – öffentlich-rechtlich mittels Rundfunkgebühren finanziert wohlgemerkt. Bei einem neutralen und demokratisch gesinnten Sender hätte man Peter Frey nach diesem zum Fremdschämen einladenden Sommerinterview mit Oskar Lafontaine jedenfalls den Stuhl vor die Tür gestellt und ihn vorab noch zu einer öffentlichen Entschuldigung bewegt. So viel Charakter und persönliche Größe erwarte ich seit dem Interview aber nicht von Peter Frey, der offenbar denkt, er könnte die Zuschauer für dumm verkaufen, ohne dass es diese merken. Man schaue sich zum Vergleich Stil, Fragen und die Auswahl der Bürgerstimmen beim Interview mit dem chancenlosen Kanzlerkandidaten Frank-Walter Steinmeier (SPD) – das sind Welten und bei den Bürgerstimmen war – natürlich “rein zufällig” – keine einzige kritische dabei.

Was darf sich Peter Frey beim ZDF noch alles erlauben, bevor der vor die Tür gesetzt wird?!